Der Einfluss des Reifegrades der Rohbaumwolle auf den Knotengehalt der Baumwolle beim Spinnen

1. Die Festigkeit und Elastizität von Fasern aus unreifer Rohbaumwolle sind geringer als die von reifen Fasern. Durch die Verarbeitung der Blüten und das Reinigen der Baumwolle brechen sie leicht und bilden Knoten.
Ein Textilforschungsinstitut teilte die Rohmaterialien hinsichtlich des Anteils verschiedener ausgereifter Fasern in drei Gruppen ein: M1R = 0,85, M2R = 0,75 und M3R = 0,65. Diese Gruppen wurden für den Spinnversuch verwendet. Die Testergebnisse und die Anzahl der Knoten im Baumwollgewebe sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
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Aus der obigen Tabelle geht hervor, dass je größer der Anteil unreifer Fasern in der Rohbaumwolle ist, desto mehr Baumwollknoten sich im Garn bilden.
Bei den drei Gruppen von Rohbaumwolle, die verwebt wurden, wurde das Problem zwar nicht auf dem Rohgewebe festgestellt, jedoch war die Anzahl der weißen Punkte bei Rohbaumwolle mit einem hohen Anteil an unreifen Fasern deutlich höher als bei Rohbaumwolle mit einem hohen Anteil an reifen Fasern.
2. Feinheit und Reifegrad von Rohbaumwolle werden im Allgemeinen durch den Mikronwert ausgedrückt. Je besser der Reifegrad der Rohbaumwolle, desto höher der Mikronwert; die verschiedenen Baumwollsorten weisen unterschiedliche Mikronwerte auf.
Die Rohbaumwolle mit hohem Reifegrad weist eine bessere Elastizität und höhere Festigkeit auf und bildet beim Spinnen keine Baumwollknoten. Die Faser mit niedrigem Reifegrad hingegen neigt aufgrund ihrer geringen Steifigkeit und niedrigen Einzelzugfestigkeit unter gleichen Spinnbedingungen eher zur Bildung von Baumwollknoten und kurzen Fasern.
Bei einer Drehzahl des Klarfadenklopfers von 820 U/min unterscheiden sich aufgrund des unterschiedlichen Mikronwerts auch die Baumwollknoten und der kurze Samt. Eine entsprechende niedrigere Drehzahl des Klopfers verbessert die Situation jedoch, wie in der Tabelle dargestellt.

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Aus der obigen Tabelle geht hervor, dass sich Unterschiede in der Faserfeinheit und im Reifegrad sowie unterschiedliche Mikronwerte auch auf den Knotengehalt des Baumwollgarns auswirken.

3. Bei der Auswahl der Rohbaumwolle und der Auslegung der Reinigungs- und Kammtechnologie sollte neben Länge, Verunreinigungen, Kaschmiranteil und anderen Indikatoren besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Rohbaumwolle und deren Feinheit (Mikronwert) gelegt werden. Insbesondere bei der Herstellung von Hochlandbaumwolle und langstapeliger Baumwolle ist der Mikronwert von größerer Bedeutung; der optimale Bereich liegt üblicherweise zwischen 3,8 und 4,2 Mikron. Bei der Auslegung der Spinntechnologie sollte zudem auf den Reifegrad der Baumwollfaser geachtet werden, um die Bildung von Knoten in der Rohbaumwolle zu reduzieren und die Qualität beim Spinnen, Weben und Färben dauerhaft zu verbessern.

 


Veröffentlichungsdatum: 14. Januar 2022