Die vorgelagerten Bereiche der US-amerikanischen Industriekette sehen sich einer neuen Runde von Inflationsdruck ausgesetzt, und die Verbraucher sind weiterhin besorgt über die Auswirkungen der Zölle.

Die US-Zollpolitik hat die Inflationssorgen der Verbraucher verstärkt. Die Universität Michigan gab am 15. bekannt, dass der vorläufige Wert des Verbrauchervertrauensindex für August bei 58,6 lag und damit niedriger als der endgültige Wert von 61,7 im Juli.
Laut der Universität Michigan stiegen die Inflationserwartungen der US-Verbraucher für das kommende Jahr von 4,5 % im Juli auf 4,9 % im August – deutlich über der aktuellen Inflationsrate von 2,7 %. Dies spiegelt die anhaltenden Sorgen der US-Verbraucher über die Auswirkungen von Zöllen und ihre Besorgnis über die Inflationsentwicklung wider.

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Die Daten bestätigen, dass die Sorgen der Verbraucher nicht unbegründet sind. Das US-Arbeitsministerium gab am 14. bekannt, dass der Erzeugerpreisindex (PPI) in den USA im Juli deutlich gestiegen ist und die Markterwartungen übertroffen hat. Dies deutet darauf hin, dass die vorgelagerten Bereiche der US-amerikanischen Industriekette mit neuem Inflationsdruck konfrontiert sind.
Mark Hamrick, leitender Wirtschaftsanalyst beim US-Finanzdienstleistungsunternehmen Bankrate, erklärte in einem Medieninterview, der Anstieg des Erzeugerpreisindex deute auf einen aktuell erheblichen Preisdruck in der Lieferkette hin, der sich bald auf die Verbraucher auswirken werde. Amerikanische Verbraucher sollten sich auf weitere Preiserhöhungen einstellen.

Mark Hamrick, leitender Wirtschaftsanalyst bei Bankrate.com, sagte: „Ich halte das für sehr besorgniserregend, denn wir beobachten, dass sich dieser Preisdruck tief in der Lieferkette aufbaut, aber noch nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. Insgesamt scheint die Inflation eher bei 3 % zu liegen als bei den von der Federal Reserve angestrebten 2 %. Die Situation verschärft sich, und es könnte noch zu weiterem Druck kommen.“

Laut einer früheren Studie der US-amerikanischen Goldman Sachs Group hatten US-Verbraucher bis Juni rund 22 % der Zollkosten getragen. Sollte die US-Regierung ihre Politik der Zollerhöhungen fortsetzen, könnte dieser Anteil künftig auf 67 % steigen.


Veröffentlichungsdatum: 18. August 2025