Eskalation im Roten Meer! Maersk: Aussetzung der Mehrfachbuchung

Die Lage im Roten Meer verschärft sich weiter und die Spannungen nehmen zu. Am 18. und 19. Januar setzten sich die Angriffe zwischen dem US-Militär und den Huthis fort. Ein Sprecher der Huthis erklärte am 19. Januar Ortszeit, die Gruppe habe mehrere Raketen auf das US-Schiff „Kaim Ranger“ im Golf von Aden abgefeuert und getroffen. Das US-Militär gab an, die Rakete sei in der Nähe des Schiffes niedergegangen und habe keine Verletzungen oder Schäden verursacht. Die belgische Verteidigungsministerin Ludevina Dedondel erklärte am 19. Januar, das belgische Verteidigungsministerium werde sich an der EU-Eskortmission im Roten Meer beteiligen.

 

Die Lage im Roten Meer bleibt angespannt, nachdem CMA CGM am 19. bekannt gab, dass ihr gemeinsam mit Mediterranean Shipping betriebener NEMO-Service die Route durch das Rote Meer zum Kap der Guten Hoffnung in Südafrika meidet; Maersk veröffentlichte daraufhin auf seiner Website eine Mitteilung, dass man aufgrund der sehr instabilen Lage im Roten Meer und aller verfügbaren Informationen, die bestätigen, dass das Sicherheitsrisiko weiterhin extrem hoch ist, beschlossen habe, keine Buchungen mehr von und nach Berbera/Hodeida/Aden und Dschibuti anzunehmen.

 

Cma CGM ist eine der wenigen verbliebenen Reedereien, die seit November weiterhin Schiffe durch das Rote Meer fahren lässt, seitdem Schiffe in dieser Wasserstraße anhaltenden Angriffen der Houthi-Milizen aus dem Jemen ausgesetzt sind.

 

Das Unternehmen teilte am Freitag mit, dass die Schiffe des NEMO-Dienstes, der Nordeuropa und das Mittelmeer nach Australien und Neuseeland befährt, vorübergehend die Durchfahrt des Suezkanals einstellen und in beiden Richtungen über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet werden.

 

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Am 19. veröffentlichte Maersk auf seiner offiziellen Website zwei aufeinanderfolgende Kundenmitteilungen zum Geschäft im Roten Meer/Golf von Aden. Darin wurde mitgeteilt, dass die Lage im Roten Meer sehr instabil sei und alle verfügbaren Informationen bestätigten, dass das Sicherheitsrisiko weiterhin extrem hoch sei, da sich die Situation im Roten Meer weiter verschlechtere. Buchungen von und nach Berbera/Hodeida/Aden werden daher ab sofort nicht mehr angenommen.

 

Maersk teilte mit, dass man bei Kunden, die bereits auf der Route Berbera/Hodeidah/Aden gebucht haben, auf die Bedürfnisse achten und alles daransetzen werde, sicherzustellen, dass die Waren der Kunden ihre Bestimmungsorte so schnell und sicher wie möglich und mit möglichst wenigen Verzögerungen erreichen.

 

In einer zweiten Kundenmitteilung erklärte Maersk, dass die Lage im und um das Rote Meer/den Golf von Aden weiterhin instabil sei und sich weiter verschlechtere. Die Sicherheit von Seeleuten, Schiffen und Ladung habe weiterhin oberste Priorität. Daher werde die Expresslinie Blue Nile Express (BNX) ab sofort umgeleitet und das Rote Meer werde nicht mehr angefahren. Die geänderte Route lautet: Jebel Ali – Salalah – Hazira – Nawasheva – Jebel Ali. Es werden keine Auswirkungen auf die Transportkapazität erwartet.

 

Darüber hinaus hat Maersk mit sofortiger Wirkung Buchungen von und nach Asien/Naher Osten/Ozeanien/Ostafrika/Südafrika nach Dschibuti ausgesetzt und nimmt keine neuen Buchungen nach Dschibuti mehr an.

 

Maersk erklärte, dass man sich bei Kunden, die bereits gebucht haben, auf deren Bedürfnisse konzentrieren und alles daransetzen werde, sicherzustellen, dass die Waren der Kunden ihre Bestimmungsorte so schnell und sicher wie möglich und mit möglichst wenigen Verzögerungen erreichen.

 

Um den Kunden einen besseren Service zu bieten, empfiehlt Maersk, sich mit einem lokalen Vertreter in Verbindung zu setzen, um detailliertere Informationen über die Ladung sowie die neuesten betrieblichen Entwicklungen zu erhalten.

 

Maersk teilte mit, dass diese Maßnahme zwar Herausforderungen und Unsicherheiten für die Logistikplanung der Kunden mit sich bringen kann, versicherte jedoch, dass diese Entscheidung im besten Interesse der Kunden getroffen wurde und einen zuverlässigeren und planbareren Service ermöglicht. Obwohl die aktuellen Routenänderungen zu Verzögerungen führen können, reagiert Maersk aktiv und ergreift alle notwendigen Maßnahmen, um diese zu minimieren und sicherzustellen, dass Ihre Fracht sicher und pünktlich ihr Ziel erreicht.

 

Quelle: Shipping Network


Veröffentlichungsdatum: 22. Januar 2024