Drucken und Färben: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
I. Unterschiede zwischen Färben und Bedrucken
TEIL 01
- Färbelösungen enthalten in der Regel keine oder nur geringe Mengen an Verdickungsmitteln, während Druckpasten üblicherweise die Zugabe einer relativ großen Menge an Verdickungsmitteln erfordern. Dies verhindert das Auslaufen des Musters (was zu verschwommenen oder verzerrten Musterkonturen führen würde) und das Verlaufen der Farbe während des Trocknens nach dem Druck.
- Die Farbstoffkonzentration beim Färben ist im Allgemeinen gering, daher spielt die Farbstoffauflösung keine bedeutende Rolle und es werden häufig keine Co-Lösungsmittel zugesetzt. Bei Druckpasten hingegen ist die Farbstoffkonzentration relativ hoch, und die notwendige Zugabe großer Mengen Paste erschwert die Farbstoffauflösung. Daher werden häufig größere Mengen an Co-Lösungsmitteln (wie Harnstoff, Alkohol und Lösungsvermittler B) hinzugefügt.
- Beim Färben (insbesondere beim Ausziehfärben) verbleibt der Stoff lange im Farbbad, damit der Farbstoff vollständig in die Fasern eindringen und den Färbeprozess abschließen kann. Beim Drucken hingegen behindert die Polymerfilmschicht, die nach dem Trocknen der Farbpaste entsteht, das Eindringen des Farbstoffs in die Fasern. Daher sind Nachbehandlungsverfahren wie Dämpfen und Einbrennen notwendig, um die Farbstoffdiffusion zu beschleunigen und das Färben der Fasern zu erleichtern.
- Beim Färben ist es selten, zwei verschiedene Farbstoffe zum Farbangleichungsprozess zu mischen (außer beim Färben von Mischgeweben). Im Gegensatz dazu werden beim Drucken häufig verschiedene Farbstoffe für den Co-Printing- oder sogar den Mischpastendruck verwendet. Darüber hinaus gibt es verschiedene Verfahren wie Ätzdruck, Reservierungsdruck und Reservedruck, wodurch sich die Gestaltung von Druckverfahren deutlich von der des Färbens unterscheidet.
- Bedruckte Textilien umfassen Produkte mit Weißgrunddruck, Entfärbungsdruck oder Reservedruck. Daher erfordert die Vorbehandlung von grauen bedruckten Textilhalbzeugen einen ähnlichen Weißgrad wie gebleichte Textilhalbzeuge, während die Anforderungen an den Weißgrad für gefärbte Textilhalbzeuge relativ geringer sind.
- Für gefärbte Textilhalbfertigprodukte ist eine gute Kapillarwirkung erforderlich, um die Diffusion und das Eindringen der Farbstoffe in die Fasern während des Färbeprozesses zu gewährleisten. Bei der Verarbeitung bedruckter Textilien sind Drucken und Trocknen kontinuierliche Prozesse, die oft innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen sind. Darüber hinaus müssen die Druckmuster eine gleichmäßige Farbe, klare Konturen, glatte Linien und keine Unterbrechungen aufweisen. Daher benötigen entschlichtete und gebleichte bedruckte Textilhalbfertigprodukte nicht nur eine gute, sondern auch eine gleichmäßige und exzellente sofortige Kapillarwirkung. Dies ermöglicht es dem Stoff, die Druckpaste in den bedruckten Bereichen durch Kapillarwirkung sofort vollständig aufzunehmen.

II. Unterschiede zwischen Färben und Drucken
TEIL 02
- Es gibt acht wesentliche Unterschiede zwischen Färben und Bedrucken:
① Beim Drucken lassen sich Graufehler im Stoff besser kaschieren als beim Färben.
② Bei bedruckten Stoffen gelten besonders strenge Anforderungen an die Schussfadenverzerrung der Halbfertigprodukte.
③ Beim Färben und Bedrucken können für denselben Farbstoff spezifische Anforderungen gelten.
④ Färben und Bedrucken erfordern unterschiedliche Vorbehandlungen der Halbfertigprodukte (z. B. Weißgrad und Kapillareffekt).
⑤ Färbelösungen enthalten keine oder nur eine geringe Menge Verdickungsmittel, während Druckpasten eine relativ große Menge an Verdickungsmittel enthalten.
⑥ Beim Färben dringt der Farbstoff vollständig ein und verteilt sich; beim Drucken ist das Eindringen und Verteilen des Farbstoffs nicht so einfach und erfordert Dämpfen oder Backen.
⑦ Farbstoffe in Färbelösungen lösen sich leicht ohne Zugabe von Co-Lösungsmitteln, während Druckpasten die Zugabe einer größeren Menge an Co-Lösungsmitteln erfordern.
⑧ Beim Färben werden selten zwei verschiedene Farbstoffe zur Farbanpassung verwendet, beim Drucken hingegen häufig.
- Es gibt drei wesentliche Gemeinsamkeiten zwischen Färben und Bedrucken:
① Bei gleicher Faserart ist die resultierende Farbechtheit gleich, wenn zum Färben und Bedrucken der gleiche Farbstoff verwendet wird.
② Die physikalischen und chemischen Eigenschaften der verwendeten chemischen Hilfsstoffe sind ähnlich.
③ Die Färbe- und Fixierungsprinzipien der verwendeten Farbstoffe sind analog.
Veröffentlichungsdatum: 11. Dezember 2025